Schlafstörungen, Un-ruhe, Rastlosigkeit, Erschöpfung, Angst, Rückenschmerzen, Stress, Hormonstörunge


All diese Themen deuten in der TCM auf eine Schwäche oder Inbalance im Wasser Element hin. Diesem Element sind die Organe Niere und Blase zugeordnet.

Die Nieren speichern laut TCM (Traditionell chinesischer Medizin) die Lebenskraft, die vorgeburtliche Essenz, die sich im Laufe unseres Lebens verbraucht. Durch die nachgeburtliche Essenz (Atmung, Nahrung, Schlaf) können wir hier positiv einwirken.

All die Schlagwörter, die ich oben genannt habe, sind Themen, mit denen wir konfrontiert werden, wenn wir unser Wasser Element erschöpfen und unser Körper beginnt, auf die Ressourcen der Essenz zurückzugreifen. Umso wichtiger ist es, spätestens dann "Stopp" zu sagen und auf ihn zu hören.

Was können wir nun aber genau tun?

In erster Linie ist es sehr wichtig, gut und regelmäßig zu schlafen. Es ist natürlich ein Teufelskreis, wenn man schon unter Schlafstörungen leidet, den es zu durchbrechen gilt.

Ich rate hier meinen Klienten immer gerne, Rituale zu schaffen. Wie wir es bei unseren Kindern machen. Am besten ist es, den Körper an Regelmäßigkeiten zu gewöhnen, ihn zu konditionieren. Immer zur gleichen oder einer ähnlichen Zeit ins Bett zu gehen. Davor noch ein Abschaltritual einzubauen. Sei es eine kleine Meditation oder eine Yoga Abendübung oder einfach nur Atemübungen. Oder einer ruhigen Musik lauschen. Was auch immer, jeder sollte hier das tun, was ihm gut tut. Sich trauen reinzuspüren, was will oder brauche ich? Seid kreativ. Spürt euch. Mir ist es sehr wichtig, meine Klienten zu animieren, ihre eigenen Bedürfnisse wieder wahrzunehmen.

Eine schöne Ritual-Möglichkeit ist auch das ansteigende Fußbad. Es gilt die Energie nach unten zu bringen. Wir sind doch alle sehr im Kopf – den ganzen Tag über. Abends soll dann plötzlich umgeschalten werden. Das gelingt nun mal nicht immer so leicht. Hier ist das ansteigende Fußbad sehr wertvoll. Eine Wanne mit lauwarmen Wasser füllen (Lavendel- oder Melissenöl zur Entspannung hinzufügen, oder gerne auch Ingwerpulver zum Ausleiten) und dann die Füße hineinstellen und nach und nach heißes Wasser hinzufügen.

Auf der Fußsohle befindet sich ein wertvoller Punkt, der uns ebenfalls hilft, leichter vom Alltag in den Ruhezustand zu gelangen. Es handelt sich um Niere1:


Diesen Tsubo (Punkt im Meridianverlauf) können wir noch gut massieren vorm Schlafen gehen (vielleicht macht das auch unser Partner für uns?). Oder wir geben uns ein gutes ätherisches Öl auf besagte Stelle (wie zum Beispiel Melissen- oder Lavendelöl).

Wenn wir dann im Bett sind, ist es ganz wichtig, alle Störfelder abzuschalten oder am besten gar zu entfernen. Ein eingeschaltetes Telefon hat nichts neben dem Bett verloren. Oder Fernseher. Unser Körper braucht Ruhe. Wir dürfen auch mal nicht erreichbar sein. Man sollte nicht unterschätzen, was diese „Kleinigkeiten“ bewirken können. Ich höre immer wieder die Aussage: „Ohne Fernseher kann ich gar nicht mehr einschlafen.“ Doch das ist nur Gewohnheit. Klar braucht der Körper, oder in dem Fall unser Kopf, eine Zeitlang, um sich umzustellen. Und es geht natürlich hier auch darum sich zu fragen, was ersetzt denn der Fernseher? Welches Bedürfnis steckt tatsächlich dahinter?

So gut es möglich ist, würde ich das Schlafzimmer so gestalten, dass nur ein Bett im Raum ist, sodass sämtliche Ablenkungen vom Schlafen entfernt sind. Außerdem ist es gut, viel zu Lüften. All die schlechte, abgestandene Luft muss raus und frische, neue Luft für die Nacht darf herein. Und dann kann es sein, dass es trotzdem dauert. Und es kann sein, dass es lange dauert. Weil wir keine Maschinen sind. Weil alles seine Zeit braucht. Die Schlafstörungen sind ja auch nicht von heute auf morgen gekommen. Wichtig ist es Ruhe zu geben und dem Körper die Zeit zu geben, die er braucht, um sich wieder umzustellen. Und dann, davon bin ich überzeugt, kommt der Moment, wo er es wieder lernt.

Natürlich können wir den Körper auch bereits tagsüber unterstützen, damit die Umstellungsphase am Abend nicht so schwierig wird. Und zwar, indem wir Stress reduzieren. Inneren, wie Äußeren.

Gewisse Termine lassen sich nicht vermeiden, das stimmt. Aber ganz oft lassen sich Sachen vereinfachen, erleichtern. Wir dürfen lernen, Hilfe anzunehmen. Oder wir leisten uns in manchen Bereichen Unterstützung? Wie auch immer, werdet kreativ. Es gibt soviele Möglichkeiten, wie wir uns selbst Gutes tun können. Überrascht euch selber. Schaut auf euch.

All die anderen Themen der Blog-Überschrift, wie Rückenschmerzen, Tinnitus, hormonelle Probleme oder Störungen, sind einfach weitere Anzeichen oder Indizien, die uns mitteilen wollen: stärke und kümmere dich um dein Wasser Element.

Noch einmal zusammengefasst, was das bedeutet:

Schlafe gut und regelmäßig, gönne dir deine täglichen Auszeiten und Ruhephasen, iss regelmäßig, bewege dich (unter anderem auch deshalb, um den Kopf frei zu bekommen) und tu dir Gutes. Mach dir selbst Freude.

Reduziere so gut als möglich Stress - Inneren und Äußeren. Hole dir gegebenenfalls Kräuter zur Unterstützung.

Und ein wertvoller Beitrag dazu kann auch eine regelmäßige Shiatsueinheit sein.

Ich wünsche euch allen einen stressfreien, wunderbaren und gestärkten Juni mit erholsamen Schlaf und Auszeit-Momenten!

Herzensgrüße,

Steffi



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