Die liebe Erde



Wie bereits in meinem letzten Blog versprochen, möchte ich mich diesmal dem Element Erde widmen. Letztes Mal war der Hinweis dazu, dass wir nur 4 Jahreszeiten haben, sich das Element Erde jedoch in den Spätsommer hineinschummelt.

Außerdem war von den Dojo Zeiten die Rede, die immer dem Element Erde zugeordnet sind (hierzu möchte ich gerne einen Link mit der dazu passenden Kur mitschicken: https://www.apfelbaum.cc/produkt/die-getreidewoche-7-tage-genuss-entgiften/)

Wir haben zwar noch nicht Spätsommer - mmmmhmmmmm...auch, wenn ich gerade sehr gerne an ihn denke :-), dennoch oder vielleicht gerade deshalb möchte ich mich diesem Artikel heute widmen.

Nun momentan merke ich sehr stark (und wenn ich mich so umhöre geht es nicht nur mir so), dass ich immer wieder zu tun habe, mich gut zu erden. Letzte Woche war es besonders intensiv, zufällig bin ich auf einen Artikel gestoßen, in welchem von intensiven Sonnenstürmen die Rede war, die momentan auf uns wirken. Natürlich - je sensibler und feinfühliger wir sind (oder in pragmatischer TCM Sprache: je weniger stark das Erdelement ist), umso empfänglicher sind wir für solche Einwirkungen von außen.

Umso besser, dass es Möglichkeiten gibt, die uns helfen, zu intervenieren. Du liebe TCM, mein bewährter Anker in solchen Situationen :-)

Was können wir nun tun?

Dazu mal ein bisschen Theorie vorab zum Element Erde.

Dem Element Erde sind die Organe Magen und Milz zugeordnet. Der Magen mit der Yang Qualität und die Milz mit der Qualität des Yin.

Wir assoziieren mit der Erde Stabilität, Unterstützung, Fruchtbarkeit, Empfänglichkeit und die Ernährung.

Alles, was unserem Leben Stabilität und Unterstützung schenkt, verkörpern wir mit der Erdenergie. Das können Beziehungen, Orte (unser Zuhause!) unser Glaube, oder auch physikalische Vorgänge, wie zum Beispiel die Nahrungsaufnahme, sein.

Umso wichtiger, dass wir uns in diesen Bereichen Stabilität schaffen. Wer natürlich als Kind wenig Stabilität erfahren hat, wird diese Prägung in sein weiteres Leben mitnehmen und darf noch mehr als alle anderen immer wieder bewusste Aufmerksamkeit hinschicken und die Erde stärken. Oder wie würde Dr. Weidinger dazu sagen? Seid lieb zu eurer Mitte :-)

Natürlich haben wir alle damit zu tun, aufgrund der oft stressreichen Lebensumstände, dass wir uns gut um die Mitte kümmern. Aber ich denke schon, dass all die, die Stabilität in jungen Jahren erfahren haben, hier einen kleinen Bonus mit sich tragen.

Im Detail ist es so, dass in nahezu allen Kulturen die Erde "Mutter" genannt wird. Unsere Beziehung zu der Person, die für uns die Mutter verkörpert, hat eine starke Auswirkung auf unsere Erd-Meridiane (Milz und Magen).

Nun aber weiter auf die physikalische Ebene. Was macht die Mitte mit unserer Nahrung?

Die Milz hat die Gesamtkontrolle des kompletten Verdauungsvorganges, von Appetit bis Ausscheidung. Sie ist die Quelle des aus der Nahrung stammenden Qi's sowie die Lunge die Quelle unseres Qi's aus der Luft ist. Des weiteren ist die Nahrungsessenz, welche die Milz aus der Nahrung entzieht, die Basis für die Blutproduktion und sie ist eines der Hauptorgane bei der Verarbeitung von Flüssigkeiten (die anderen sind die Lunge und die Nieren).

Das heißt, die Milz verwandelt den reinsten Anteil der Nahrung, die sie aus dem Magen erhält, in Nahrungs Qi, transportiert dieses weiter in den Brustraum, wo es sich mit Atmungs Qi verbindet und somit als wertvolles Qi in seiner Gesamtheit verbreitet werden kann. Gleichzeitig hilft die Milz dem Magen die reine Essenz zu entziehen, welche dann im Herzen verarbeitet wird, um Blut zu produzieren.

Außerdem werden von ihr Flüssigkeiten aus der Nahrung extrahiert, die dann aufwärts geschickt werden, um die Lunge zu befeuchten (die diese dann wiederum weiter zur Haut verteilt).

Abschließend werden sämtliche Überreste des Prozesses hinab zum Darm geschickt, um dort weiter aufgespalten zu werden.

Das heißt die Milz ist, gemeinsam mit dem Magen, verantwortlich für den Transport dieser Substanzen durch den ganzen Körper, daher wird sie als Wurzel des nachgeburtlichen Qi beschrieben.

In der TCM ist es so, dass wir bei der Zeugung einen vollen Topf Jing erhalten, das ist die vorgeburtliche Essenz, die sich im Laufe des Lebens verbraucht und nicht mehr befüllt werden kann. Es liegt an uns gut aufzupassen, dass der Körper nicht auf diese wertvolle Reserve zurückgreifen muss. Das gelingt uns, in dem wir uns regelmäßig mit nachgeburtlicher Essenz pflegen, die, wie oben schon angedeutet, durch wertvolle Nahrung, gute, tiefe, bewusste Atmung und GANZ WICHTIG: viel Schlaf zur richtigen Zeit, aufgebaut wird.

und natürlich: regelmäßige Shiatsueinheiten :-)

in diesem Sinne wünsche ich allen einen bewussten Umgang mit eurer Mitte. Kümmert euch gut um euch, dann sind auch genug Ressourcen vorhanden, um euch gut um andere zu kümmern.

Alles Liebe - Steffi


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